Berufspraktische Studienzeiten

Die Studierenden werden Ausbildungsfinanzämtern zur praktischen Ausbildung zugewiesen. Während der berufspraktischen Studienzeiten üben die Studierenden Tätigkeiten in den Ausbildungsfinanzämtern aus und haben Gelegenheit, im Rahmen von Ausbildungsarbeitsgemeinschaften die bis dahin fachtheoretisch und berufspraktisch vermittelten Kenntnisse und Fähigkeiten zu verknüpften und zu vertiefen.

Insbesondere die Automation des steuerlichen Festsetzungs- und Erhebungsverfahrens sowie praxisorientierte Arbeits- und Entscheidungstechniken bei der Veranlagung von Steuern werden dabei behandelt. Ziel der Ausbildung ist nicht nur die fachliche Integration in das Arbeitsgebiet, sondern auch die Beherrschung von bisher ungewohnten Situationen, wie z. B. der Umgang mit Steuerbürger*innen, die Zusammenarbeit mit Kolleg*innen verschiedenen Alters, das Führen von Mitarbeiter*innen.

Die Ausbildung erstreckt sich in erster Linie auf die Steuerfestsetzung im Veranlagungsbereich und die Außenprüfung. Die Tätigkeit im Veranlagungsbereich ist geeignet, die Studierenden in der Technik zur richtigen Erfassung und Würdigung von steuerlich erheblichen Sachverhalten zu unterweisen. Dabei ist die Entwicklung fachübergreifenden Denkens und das Verstehen wirtschaftlicher Zusammenhänge von besonderer Bedeutung. Während der berufspraktischen Studienzeiten soll der/die Studierende die Aufgaben des gehobenen Dienstes unter Beachtung rechtsstaatlicher und verwaltungsökonomischer Grundsätze kennen lernen sowie soziale und methodische Handlungskompetenz gewinnen.