Ausbildung

Die Ausbildung für den Rechtspflegerdienst, auch Vorbereitungsdienst genannt, dauert drei Jahre. Diese drei Jahre beinhalten neben dem Fachstudium an der Hochschule für Finanzen und Rechtspflege in Rotenburg a. d. Fulda auch die berufspraktischen Studienzeiten. Diese  korrespondieren inhaltlich mit dem Fachstudium.

Im Vorbereitungsdienst werden die Rechtspfleger-Anwärter/innen auf die Verantwortung in der freiheitlich demokratischen Grundordnung im sozialen Rechtsstaat vorbereitet. Die Ausbildung führt  zur Berufsbefähigung. Diese umfasst insbesondere die erforderlichen fachlichen Kenntnisse und berufspraktischen Fähigkeiten, angemessene methodische und soziale Kompetenzen sowie Verständnis für betriebswirtschaftliche, volkswirtschaftliche und internationale Zusammenhänge. Dabei werden die Entwicklungen und die sich wandelnden Anforderungen in Staat und Gesellschaft  berücksichtigt.

Die Fachstudien vermitteln neben der Fachkompetenz in der freiwilligen und streitigen Gerichtsbarkeit sowie den angrenzenden Rechtsgebieten die methodische und die soziale Kompetenz und das Verständnis für wirtschaftliche Zusammenhänge. Die Lerninhalte werden während des Fachstudiums nach wissenschaftlichen Erkenntnissen und Methoden vermittelt; die Inhalte orientieren sich insbesondere an die berufspraktische Tätigkeit.

Die Lehrveranstaltungen finden in modernen Hörsälen  statt, die 25 bis 30 Studierende aufnehmen können. Ferner stehen auch EDV-Hörsäle zur Verfügungen, die sowohl mit dem Internet als auch mit  landeseigenen Intranetangeboten verbunden sind. Nachmittags werden Kolloquien für jedes Studienfach angeboten. Die gut sortierte Bibliothek mit Computerarbeitsplätzen sowie eine W-Lan-Anbindung in der Bibliothek, in der Cafeteria und in den Aufenthaltsbereichen unterstützten das Eigenstudium.

Die berufspraktischen Studienzeiten werden bei Ausbildungsamtsgerichten durchgeführt. In Betracht kommen vorrangig folgende Ausbildungsbehörden:

  • Amtsgericht Bad Hersfeld
  • Amtsgericht Bad Homburg
  • Amtsgericht Darmstadt
  • Amtsgericht Eschwege
  • Amtsgericht Friedberg
  • Amtsgericht Fulda
  • Amtsgericht Frankfurt am Main
  • Amtsgericht Gießen
  • Amtsgericht Hanau
  • Amtsgericht Kassel
  • Amtsgericht Korbach
  • Amtsgericht Limburg a.d. Lahn
  • Amtsgericht Marburg
  • Amtsgericht Offenbach
  • Amtsgericht Wiesbaden 
  • Amtsgericht Wetzlar

Die berufspraktische Studienzeiten der thüringer Rechtspflegeranwärter/innen werden bei folgenden Ausbildungsbehörden absolviert:

  • Amtsgericht Eisenach
  • Amtsgericht Erfurt
  • Amtsgericht Gera
  • Amtsgericht Gotha
  • Amtsgericht Jena
  • Amtsgericht Meiningen
  • Amtsgericht Mühlhausen


Die rechtlichen Grundlagen des Vorbereitungsdienstes bilden:

  • Verwaltungsfachhochschulgesetz (VerwFHG)
  • Hessische Ausbildungs- und Prüfungsordnung für die Anwärter der Rechtspflegerlaufbahn (Hessische RpflAPO)
  • Thüringer Rechtspflegerausbildungs- und Prüfungsordnung (ThürRAPO)
  • Studienordnung für den Fachbereich Rechtspflege an der Verwaltungsfachhochschule in Rotenburg a. d. Fulda (Studienordnung)
  • Geschäftsordnung für den Fachbereich Rechtspflege und Steuer an der Hessischen Hochschule für Finanzen und Rechtspflege a.d. Fulda (Geschäftsordnung)

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