Berufsbild

Justizwachtmeisterinnen und Justizwachtmeister sind als Beamtinnen und Beamte des mittleren Dienstes oder als tarifbeschäftigte Justizaushelfer/innen bei den Gerichten und Staatsanwaltschaften tätig.

Zu den vielseitigen und verantwortungsvollen Tätigkeiten gehört

  • die Aufrechterhaltung der Ruhe, Ordnung und Sicherheit in den Justizgebäuden,
  • der Dienst in den Terminen und Sitzungen einschließlich des Vollzugs sitzungspolizeilicher Maßnahmen,
  • die Vorführung der Gefangenen zu Terminen und Sitzungen und die Bewachung der vorgeführten, in Haft genommenen oder auf besondere Anordnung zu beaufsichtigenden Personen innerhalb der Justizgebäude.

Im Innendienst sind sie neben dem Sicherheits- und Auskunftsdienst an den Eingängen der Dienstgebäude (dieser umfasst insbesondere die Durchführung von Einlasskontrollen) auch für den gesamten Aktentransport und -umlauf und den reibungslosen Postbetrieb verantwortlich.

Im Außendienst sind Justizwachtmeister/innen für die Aushändigung und Zustellung von Schriftstücken, die mündliche Übermittlung dienstlicher Mitteilungen und die Beförderung von Geldern, Wertsachen und Poststücken zuständig.

Bei Behörden mit eigenen Dienstfahrzeugen werden sie auch als Dienstwagenfahrer eingesetzt.


Chancen, nach der Ausbildung einen Arbeitsplatz zu erhalten

Nach erfolgreichem Abschluss der Ausbildung (eine besondere Abschlussprüfung findet nicht statt) werden die Anwärterinnen und Anwärter im Regelfall unter Berufung in das Beamtenverhältnis auf Probe zur Justizhauptwachtmeisterin oder zum Justizhauptwachtmeister (Besoldungsgruppe A5 des Hessischen Besoldungsgesetzes - HBesG) ernannt.


Aufstiegsmöglichkeiten

Nach Ableisten einer regelmäßig dreijährigen, in Einzelfällen auch kürzeren Probezeit, bieten sich nach Maßgabe freier Planstellen und dienstlicher Bewährung Beförderungsmöglichkeiten bis zur/zum Hauptsekreträr/in im Justizwachtmeisterdienst (Besoldungsgruppe A 8 HBesG).